Ich möchte heute eine Lanze (weil’s so schön in den Mittelalter-Kontext passt) für den Landschaftspark Bettenburg brechen. Das versteckte Juwel liegt mitten am Haßbergtrauf unweit des gleichnamigen Schlosses. Nutzt einen heißen Sommertag, um im Wald zu entschleunigen und euch -wie vor 200 Jahren die Dichter und Denker der Bettenburger Tafelrunde- inspirieren zu lassen.

Wer hier jedoch einen Englischen Garten oder einen Bergpark Wilhelmshöhe sucht, liegt falsch. Der Landschaftspark Bettenburg hat seine ursprünglichen Ausmaße längst eingebüßt und die Natur hat sich vieles zurückerobert. Der Park will – auf verschlungenen Waldwegen – neu erspürt werden.

Wer eine poetische Ader hat und sich auf seine Geschichte und die Menschen dahinter einlässt, findet hier einen verborgen Gartenschatz. Und Geschichten über Ritterlichkeit, Menschenfreundlichkeit, Poesie und Freundschaft.

Landschaftspark Bettenburg

Ich glaube ja, der tief gläubige Freiherr Truchseß von Wetzhausen zu Bettenburg, der den Park 1789 anlegen ließ, empfand Gottes Nähe in der Natur genauso intensiv wie ich in meinem Garten… Wie schön, dass er den Park -auch damals schon- nicht nur für seinesgleichen, sondern für alle Menschen öffnete!

PS: Ein guter Einstieg, um Sinn und Anliegen des Parks zu begreifen, ist übrigens die große Tafel am Eingang des Landschaftsparks!

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