Die Grundaussage: Ich liebe Deko. Am Anfang bin ich durch Gartencenter und Baumärkte gezogen, um meine neuen Beete mit Deko aufzuhübschen. Meistens entschied ich mich für irgendwas im Shabby-Look. Nach einer Weile dachte ich mir: Warum was Neues in alt kaufen, wenn man gleich das Alte haben kann?

So folgte Phase 2: Ich stöberte bei meinen Großeltern in den Garagen, Schuppen und Gartenhäusern. Sie wirkten zwar verwundert, was ich mit ihren alten Harken, Tontöpfen und Blechkannen machen will, aber Großeltern sind ja ihren Enkeln stets gewogen und ließen mich tun.

Später, als es meine Großeltern nicht mehr gab, konnte ich reichlich aus ihrem Erbe an alten Dinge und Erinnerungsstücken schöpfen. Ich bin sehr froh und stolz, dass ich für viele Dinge „mit Geschichte“ in meinem Garten einen Ehrenplatz finden konnte und wir sie nicht wegwerfen mussten.

Aus Omas Kirschmichelpfanne sprießen heute die Hauswurze und Opas Sägeblatt macht sich prima an Nachbars Hauswand. Die zerbrochene Suppenschüssel der Tante dekoriert das Kräuterbeet.

Und so wie ich den kaputten Sachen meiner Großeltern zu neuem Glanz verhelfe, will Gott uns immer wieder heil machen. Egal, was war, er nimmt die Scherben und setzt sie neu zusammen. Und dann vergoldet er die Risse. Ist das nicht wunderschön?

Alle Scherben, alles Zerbrochne –
durch Deine Gnade wieder geheilt.
Mit leeren Händen, doch nicht verstoßen –
ich bin befreit, ich bin befreit!

(Broken Vessels, Hillsong)

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