Mit Großprojekten im Garten habe ich ja inzwischen so meine Erfahrungen: Unser Gewächshausbau dimensionierte sich ähnlich groß wie der Poolbau vor 10 Jahren – nur ohne Minibagger. Ein Mammutprojekt, welches nun auch erst einmal das letzte gewesen sein soll. Wir werden ja auch nicht jünger.
Am Anfang steht immer das Überzeugen meines Mannes. Das läuft wie folgt ab: Einige Jahre (!) vor dem Baubeginn lasse ich die Idee in seiner Gegenwart beiläufig fallen. Die Häufigkeit der Erwähnung nimmt mit der Zeit zu, parallel dazu bekommt er immer mal wieder Pinterest-Bilder zu sehen oder -wenn ich unterwegs was Ähnliches entdecke- ein „Ooooohh, wie schön!“ zu hören. Wenn alles gut läuft, kann ich ihn dann irgendwann mal in den Garten schleppen und die Stelle des neuen Herzensprojekts zeigen, verbunden mit gestenreichen Beschreibungen und dem Loben seiner handwerklichen Fähigkeiten.
Meistens hab ich ihn dann und er fängt an, sich mit meinen handgemalten Skizzen zu beschäftigen und maßstabsgetreu auszuarbeiten! Warte mal – wenn er das jetzt liest… ich verrate ja gerade meine Taktik… ups… Hab dich lieb, Schatz!
Aber macht euch erst mal selbst ein Bild von den Anfängen im Spätwinter 2025:





Alles begann mit den Erdarbeiten. Zwar sollte es „nur“ ein Streifenfundament mit ein paar Punktfundamenten werden, aber die Erdmassen, die dafür bewegt werden mussten, waren immens. Später kam noch der Aushub für die Beete und das Pflaster hinzu. Das Frühjahr verbrachten wir also mit Graben, Betonieren und Sockel mauern. Parallel dazu legten wir Wasser- und Stromanschlüsse (wieder) einmal quer durch den Garten. Am Himmelfahrtswochenende gab es dann den großen Ruck: die Holzkonstruktion wurde geliefert und aufgerichtet. Nun wusste jeder im Dorf, dass wir keinen zweiten Pool, sondern anscheinend ein Haus bauen… Oder vielleicht doch eine Schwimmhalle?!








Zwei Faktoren haben die Größe des Gewächshauses vorgegeben: Die Fenster – ein Kleinanzeigen-Schnäppchen – und der vorhandene Weinstock, der umbaut werden sollte, damit er später IM Haus wachsen kann.
Inzwischen wurde es Ende Juni. Meine vorgezogenen Tomaten und Gurken wollten nun endlich in ihr Haus umziehen. Also, Hochbeete bauen. Hier wurden wir wieder etwas Erde los. Dachte ich. Dafür wurde aber für das Pflaster wieder welche ausgeschachtet. Erde überall! Aber egal – mit Boden, Wänden und Dach war der erste Bauabschnitt vor den Sommerferien fertig. Die Tomaten fanden’s erstmal auch ohne Fenster toll.








Die Baustelle vereinnahmte uns stark. Oft haben wir dann gerade an Samstagabenden, wenn wir zur Gottesdienstvorbereitung bzw. zum Gottesdienst selber mussten, gestöhnt und hätten lieber die langen Sommerabende zum Weiterarbeiten genutzt. Aber es tut -auch wenn’s nachträglich ist- immer gut, Gott Zeit eingeräumt zu haben und ihn damit zu loben. Und ihm für alles, was er schenkt, zu danken. Auch für Schutz und Bewahrung beim Bau, die finanziellen Mittel dafür, helfende Hände und eben auch so profane Dinge wie gutes Wetter.
Wenn der HERR nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen.
Psalm 127,1
Deko Frühling Gemüse Gewächshaus Park Pool Projekt Rosen Sitzinsel Sommer Stauden Steingarten Terrasse Vorgarten Wein

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