Cornwall, Toskana, Gärten der Welt… – Warum in die Ferne schweifen? Als zugezogene Unterfränkin stand die „Gärtnerstadt“ Bamberg schon lange auf meiner Liste. Klar, Bamberg an sich, mit Rathaus, Klein-Venedig und Dom haben wir schon oft besucht, aber was es mit der „Gärtnerstadt“ auf sich hat, wollte ich schon immer mal wissen. Und so buchte ich meinen Mann und mich auf die thematische Stadtführung „Erlebnis Gärtnerstadt mit Gärtner- und Häckermuseum“ ein. Ach so, Häcker = fränkisch für Winzer. Hab ich auch gelernt ;- )

Schon vor Jahrhunderten exportierten die Bamberger Gärtner ihre Produkte – Steckzwiebeln, Samen, vor allem aber Süßholz – weit über die Grenzen der Stadt hinaus. Nicht umsonst wird auch heute noch der liebvolle Spitzname „Zwiebeltreter“ für Personen aus Bamberg verwendet.

Mit ihren weiten, freien Räumen prägt die Gärtnerstadt das Bamberger Stadtbild. Anbauflächen inmitten einer Stadt sind einmalig in ganz Deutschland. Kein Wunder, dass das Gärtnerviertel Teil des UNESCO-Welterbes „Altstadt von Bamberg“ ist.

Website der Tourist-Information Bamberg

Für das Gärtner- und Häckermuseum sollte man sich ordentlich Zeit nehmen. Ehrlich gesagt, macht ein Besuch der Gärtnerstadt auch nur Sinn, wenn man das Museum mit besucht. Hier wird klar, warum die Gärtnerstadt so etwas Besonderes ist. Das typische Gärtnerhaus, wie es im Viertel viele gibt, kann von innen besichtigt werden und zeigt den Alltag einer Gärtnerfamilie. Im Außenbereich sieht man beispielhaft, wie die jeweils zum Haus gehörenden Anbauflächen bepflanzt worden sind.

Beim späteren Bummel durch die Straßen des Viertels kann man immer wieder durch offene Hoftore spitzen und in den Hofläden frisches Obst und Gemüse erstehen. Ein Abstecher zum kleinen Aussichtsturm sollte ebenso mit drin sein, denn von dort oben hat man einen guten Blick auf die innerstädtischen Gemüseanbauflächen.

Fun Facts:

  1. Die verschiedenen Gemüse im Sortengarten des Gärtnermuseum sind deutsch, englisch und bambergisch betitelt!
  2. In Bamberg ist gut Süßholz raspeln! Die Hauptzutat für Lakritz war ein Bamberger Exportschlager.
  3. Der Begriff „Bamberger Hörnla“ ist doppelt besetzt: einmal ist ein Buttercroissant gemeint, einmal eine leckere Kartoffelsorte.
  4. Der Kirchturm des Gärtnerviertels soll einem Spargel gleichen!
  5. Die Gärtnerei neben dem Aussichtsturm pflanzt Kräuter, Stauden & Co teils in alte Musikinstrumente!

Deko Frühling Gemüse Gewächshaus Park Pool Projekt Rosen Sitzinsel Sommer Stauden Steingarten Terrasse Vorgarten Wein

Avatar von HZw

Published by

Categories:

Kommentar verfassen