Zumindest bei mir. Ich glaube, bei Rosen kommt es hauptsächlich auf den richtigen Boden an. Wenn man so fetten Lehmboden hat, der auch im trockensten Wüstensommer noch ein bisschen feucht ist, dann machen Rosen eigentlich keine Probleme.

Ich empfehle euch die geprüften ADR-Rosen. Die halten was aus und stehen nicht schon nach wenigen Wochen nackt da. Mein Rosenbeet an der Terrasse ist 14 Jahre alt. Zwei bis drei Rosen haben’s im Laufe der Zeit aufgegeben; das lag aber an den einnehmenden Nachbarn (vor allem an der Pomponella, der Dolomiti und den Clematis).

Im Rosenbeet blühen folgende Schönheiten:

  • Duftzauber 84 (rote Edelrose, duftend)
  • Planten un Blomen (rot-weiß)
  • Amber Sun (apricot)
  • Sangerhäuser Jubiläumsrose (apricot, gefüllt, duftend)
  • Goldmarie (goldgelb)
  • Solero (zitronengelb, gefüllt)
  • Gloria Dei (gelb-rosa)
  • Pomponella (rosa Bällchen)
  • Herzogin Christiana (zartrosé, gefüllt, duftend)
  • Dolomiti (rosa-weiß, ungefüllt)
  • Medeo (weiß, ungefüllt)

Eine wunderschöne „Out of Rosenheim“ (rot, gefüllt) ist vor ein paar Jahren den aufdringlichen Annäherungen der Clematis erlegen.

Im Frühling gleicht das Rosenbeet einem Narzissenmeer. Deren Blattmasse lasse ich dann einfach am Boden liegen. Ich glaube, den Rosen gefällt etwas Mulch an den Füßen ganz gut. Auch verwelkte Rosenblüten werfe ich meist auf den Boden und lasse sie liegen. Rosenblüten ausschneiden ist übrigens eine meiner liebsten Gartenarbeiten. Es hat so etwas Meditatives. Das kann mein Mann gar nicht verstehen. Er muss nur an einer Rose vorbeigehen und wird schon gestochen! Ich dagegen wühle auch in kurzen Hosen im Rosenbeet herum. Das liegt wohl an der Einstellung zu den dornigen Schönheiten… Dabei ist man doch bei dieser Arbeit vom herrlichen Duft der „Königin der Blumen“ umgeben.

Aber die Blume wollte einfach nicht damit aufhören, sich vorzubereiten. Ihre Schönheit reifte geschützt in ihrer grünen Hülle. Sie wählte ihre Farben mit Bedacht. Sie kleidete sich langsam an, sie ordnete ihre Blütenblätter eins nach dem anderen. Sie wollte nicht so zerknittert aufgehen wie die Mohnblumen. Sie wollte nur im vollen Glanz ihrer Schönheit erscheinen. Hey! Sie wollte hübsch sein! Ihre geheimnisvolle Toilette dauerte tagelang. Und eines Morgens, gerade bei Sonnenaufgang, enthüllte sie sich.

Antoine de Saint-Exupéry, „Der kleine Prinz“

Gott sieht uns mit all unserem Potential, das oft versteckt ist in einer „grünen Hülle“ tief in uns drin. Aber genauso wie die Rose dürfen und sollen auch wir uns zu voller Schönheit entfalten, durch all die Gaben und Eigenschaften, mit denen er uns zu seiner Ehre ausgestattet hat. Jeder von uns ist in Gottes Augen eine wunderschöne Rose.

Deko Frühling Gemüse Gewächshaus Park Pool Projekt Rosen Sitzinsel Sommer Stauden Steingarten Terrasse Vorgarten Wein

Avatar von HZw

Published by

Categories:

Hinterlasse einen Kommentar